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Literatur in Wilhelmsburger Gärten

Text + Foto von Birte Burgänger / Wilhelmsburgonline.de

Bildschirmfoto 2013-08-07 um 10.01.52

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleine Kunst trifft Gartenschau – unter diesem Motto öffneten am Sonntag fünf Anwohner der Straße „Auf der Höhe“ und der „Schönefelder Straße“ ihre Gärten für Gäste, die hier bei schönstem Sommerwetter unterschiedlichsten Lesungen lauschen durften. Nicht die große Gartenschau ein paar Straßen weiter war hier zu bestaunen, sondern private Gärten von Wilhelmsburgern, die diese für die Kultur geöffnet hatten. Und das ohne Eintritt – nur der Hut lag bereit für Spenden, um den Aufwand der Gastgeber finanziell in Grenzen zu halten.

In liebevoll gestalteten und hergerichteten Gärten lasen Christoph Lütgert, Helmut Lüttmann, Elly Zibulski, Liefka Würdemann und Jürgen Wunder aus den Werken unterschiedlicher Autoren. So reichte das Spektrum von Brecht bis Kishon, von nachdenklich bis heiter. Liefka Würdemann las eigene Texte. Gastgeber an der Straße Auf der Höhe waren Susanne Pötz-Neuburger mit Norbert Neuburger sowie Jutta und Axel Hennenberger. An der Schönenfelder Straße öffneten Anne Wilke und Ilsemarie und Hermann Keesenberg ihre Gartenpforten. Garten Nr. 5 war die Mühle Johanna.

Viele Gäste aus der Nachbarschaft nutzten das selbstgemachte Literaturfest, um sich einen Nachmittag lang treiben zu lassen. Sie zogen von Lesung zu Lesung, wurden in den Gärten mit Kaffee und Kuchen bewirtet und unterhielten sich am Rande der Vorträge. Dank einer stündlichen Taktung war es möglich, mehrere Lesungen zu genießen und schlussendlich bei der Windmühle Johanna anzukommen, wo die Hamborger Schietgäng dem Publikum mit wunderbar interpretierten Shantys, Liedern von Rio Reiser und anderen einen gelungenen Ausklang des sehr stimmungsvollen Nachmittags bot. Hier ließen sich die Gäste ein Getränk, eine Laugenbrezel oder eine Quiche schmecken, führten noch das ein oder andere Gespräch und ließen das und das Gehörte nachwirken.

Zuhörer von beiden Ufern der Elbe

Das Publikum war so bunt gemischt wie das Programm. Von alteingesessenen Wilhelmsburgern über neu Zugezogene bis hin zu Gästen von der nördlichen Elbseite war alles vertreten und kam miteinander ins Gespräch. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die nach ihrer gelungenen Premiere nach Wiederholung ruft.

Veranstalter dieses Nachmittags war der Verein Kleine Kunst auf Wilhelmsburg. Seit 2010 organisieren die Vereinsmitglieder Lesungen, Konzerte, Theatervorstellungen und weitere Kulturveranstaltungen. Nun läuft bereits die dritte Spielzeit. Ideengeberin und Vorsitzende ist Monika Lütgert, Musiklehrerin mit Leidenschaft. „Weil sie Wilhelmsburg so mag, wollte sie auch etwas zur kulturellen Entwicklung Wilhelmsburgs beitragen“, schreibt Kassenwart Hartmut Sauer auf der Internetseite des Vereins.

wilhelmsburgonline.de

 

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